Sensorik für die Sicherheit bei industriellen Anlagen

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Die ersten mechanischen Drucksensoren wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingesetzt. Mit der Erfindung des Fließbandes und dem verstärkten Einsatz von Maschinen fanden die ersten elektrischen Sensoren den Weg in die Industrialisierung. Gegen 1970 kamen auch die IT und Elektronik hinzu und die Automatisierung veränderte sich entscheidend. Dazu entwickelte sich parallel die Sensorik.

Bedeutung der Sensorik in der deutschen Industrie

Nach den ersten mechanischen Drucksensoren, wie beispielsweise die sogenannte Bourdon-Feder und die Vidi-Dose, hielten die ersten elektronischen Sensoren, die Dehnmessstreifen, ihren Einzug in die deutsche Industrialisierung. Später entwickelten sich die Sensoren zu kalibrierten und kompensierten Geräten mit digitalen Schnittstellen. Heute hält die deutsche Sensorik-Branche rund ein Drittel des Weltmarktes. Eines der führenden Unternehmen in der sicheren Automatisierungstechnik ist Pilz aus Ostfildern (Pilz.com).

Eine Sensorik ist heute in den Robotersystemen nicht mehr wegzudenken. In nahezu allen industriellen Fertigungen findet diese Verwendung:

  • Automobilindustrie
  • Medizintechnik
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Logistik
  • Chemische Industrie
  • Allgemeine Industrie

Industrieroboter übernehmen die Produktionsschritte, welche aufgrund der erforderlichen Kraft und Geschwindigkeit oder durch hohe Sicherheitsrisiken nicht für Menschen geeignet sind. Eine Untergruppe – die sogenannten Collaborative Robots – arbeiten eng mit Menschen zusammen und bewältigen hochpräzise Anwendungen.

Sensorik für die Sicherheit

Um die Arbeitsschritte entsprechend zu überwachen und zu optimieren, führt an der modernen Sicherheitstechnologie der Sensorik kein Weg vorbei. Denn die Beweglichkeit des Robotergelenks und dessen Geschwindigkeit tragen dazu bei, dass strikte Sicherheitsauflagen einzuhalten sind.

Besonders für die Collaborative Robots, die in denselben Produktionsprozessen wie menschliche Arbeitskräfte eingesetzt werden und somit mit ihnen Seite an Seite arbeiten, ist das Thema entsprechend wichtig. Dies führte zu einer neuen Norm der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. In ihr wurden die Zulassungs-Standards von solchen kollaborativen Robotern weiter verschärft. Nur so ist es möglich, eine entsprechende Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten. Diese Sicherheitsanforderungen sind in den beiden Normen EN ISO 10218 Standard Teil 1 und 2 und ISO/TS 15066 aufgenommen worden.

Foto: © istock.com/gerenme

Jul24

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