Das Neue Jahr beginnt und manche denken schon an die Steuererklärung für letztes Jahr

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In der Regel sind Arbeitnehmer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Dennoch lohnt es sich oft, diese beim Finanzamt einzureichen, da man nicht selten mit einer Steuerrückerstattung rechnen kann. Bei der Abrechnung der Lohnsteuer über den Arbeitgeber werden eventuelle Werbungskosten und Sonderausgaben nämlich nicht berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem die Fahrtkosten für den Arbeitsweg und Aufwendungen für Dienstkleidung, Arbeitsmaterialien und Fortbildungsmaßnahmen. Am besten schafft man sich ein Lohnsteuerhandbuch oder ein Computerprogramm an, in dem alle Absetzungsmöglichkeiten enthalten sind. Schließlich möchte niemand mehr Steuern bezahlen als nötig.

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Arbeitnehmer verpflichtet sein, jährlich eine Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man neben dem eigentlichen Gehalt noch anderweitig Einkünfte von mehr als 410 Euro jährlich bezieht, für die keine Lohnsteuer berechnet wurde. Auch wer einen Steuerfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte stehen hat oder bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt ist, muss dem Finanzamt über die entsprechenden Formulare Rechenschaft über seine finanziellen Verhältnisse ablegen. Unter Umständen lohnt es sich hierbei, sich an einen Steuerberater oder die örtliche Lohnsteuerhilfe zu wenden. Das kostet zwar Geld, lohnt sich aber, da Laien selten alle Steuerregeln kennen, von denen sie profitieren können. Eine Fachperson weiß hingegen genau, welche legalen Tricks sie anwenden muss, um eine möglichst hohe Steuererstattung zu erzielen.

Bei der Abgabe der Steuererklärung sind bestimmte Fristen zu beachten. Mit dem freiwilligen Lohnsteuerjahresausgleich kann man sich bis zu zwei Jahre Zeit lassen, ist man hingegen zur Einkommensteuererklärung verpflichtet, muss diese dem Finanzamt bis zum 31. Mai des Folgejahres vorliegen. Sofern man die Formulare nicht selbst ausfüllt, sondern dies einem Steuerberater überlässt, verlängert sich die Frist bis zum Jahresende. Diese Termine sollte man unbedingt einhalten, da das Finanzamt ansonsten einen verhältnismäßig hohen Verspätungszuschlag verlangt. Bildquelle: ©Tim Reckmann  / pixelio.de

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